27.03.2018

«Wir stecken den Kopf nicht in den Sand»

«Wir stecken den Kopf nicht in den Sand»
Hofft auf ein neues Depot: Gabriele Keck, Direktorin des Historischen Museums in Frauenfeld | © Historisches Museum Thurgau

Die Zukunft des Historischen Museums bleibt nach einer Entscheidung des Regierungsrats auf Jahre ungewiss. Direktorin Gabriele Keck hat gelernt, damit zu leben. Auch, wenn es ihr schwer fällt

Von Michael Lünstroth

Der Regierungsrat hat sich erneut klar positioniert: Die Sanierung und Erweiterung des Kunstmuseums ist der Politik wichtiger als eine Lösung der Probleme des Historischen Museums. Das wurde in der Beantwortung einer Interpellation von Kantonsräten aus dem Oberthurgau deutlich. Was bedeutet das nun für das Historische Museum? In einer ersten Reaktion erklärte Museumsdirektorin Gabriele Keck auf Nachfrage von Thurgaukultur.ch, dies hier:

«Den Kopf in den Sand stecken und sich angesichts von museumspolitischen Diskussionen beleidigt zurückzulehnen, ist nicht unser Ding, Mittelmässigkeit auch nicht. Wir kennen auch unsere Grenzen, sie angesichts unseres Tatendrangs akzeptieren zu müssen, fällt manchmal schwer, und das ständige Improvisieren und doch immer das beste Ergebnis erreichen zu wollen, kostet das ganze Team leider auch viel Kraft – das ist die Kehrseite des Erfolgs.»

Aktuell freue sie sich zudem vor allem über den guten Start der neuen Sonderausstellung «Schreck & Schraube»: "Wir werden wir von allen Seiten mit Komplimenten und Wertschätzung überschüttet und so für unsere enorme Arbeit in den letzten Monaten belohnt", erklärte Keck.

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