10.03.2015

Samir im Luna

Samir im Luna
Familie, Heimat und Identität: Samirs persönliche Aufarbeitung der Geschichte des Iraks. | © zVg

Am Donnerstag stellt der Schweizer Filmemacher Samir im Cinema Luna seinen neuen Dokumentarfilm „Iraqi Odyssey“ vor. Eine Familiengeschichte zwischen Australien, Moskau, Paris, London und New York.

Samir stellt „Iraqi Odyssey“ Im Cinema Luna in Frauenfeld in einem Künstlergespräch persönlich vor. Bereits für den Film „Babylon II“ befragte er 1993 andere Secondos zu ihrem Heimat-Verständnis und zu ihrer Beziehung zur Schweiz und in „Forget Baghdad“ interviewte er 2002 jüdische Iraker, die nach Israel emigrierten, zu ihrem Anderssein. Bei den Arabern galten sie als Juden und bei den Juden als Araber.

In einer mehrjährigen Recherche besuchte Samir Verwandte zwischen Australien, Moskau, Paris, London und New York.(Bild: pd)

Und nun befasst sich der 1955 in Bagdad als Sohn einer Schweizerin und eines Irakers geborene Samir mit seiner eigenen Familie und ihrem Verständnis von Heimat und Identität. Zuerst Erinnerungen an den Irak der fünfziger Jahre: Unverhüllte Frauen, elegant gekleidete Männer, Musikunterhaltung, Kinobesuche. Doch was geschah danach, weshalb denken wir heute vor allem an wütende bärtige Männer, verschleierte schluchzende Frauen und kaputte Städte, wenn vom Irak die Rede ist?

Persönliche Geschichtsaufarbeitung

Ein Fünftel der Iraker lebt heute in der Diaspora, so auch Samirs Familie. In einer grossangelegten, mehrjährigen Recherche besucht er auf einer „irakischen Odyssee“ seine Verwandten zwischen Australien, Moskau, Paris, London und New York. Herausgekommen ist dabei eine grossartige Familiengeschichte, die exemplarisch für so viele andere ist, und seine spannende Aufarbeitung der Geschichte des Iraks.

www.cinemaluna.ch

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